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Plattenepithel­karzinom: das (=Spinaliom=Spinozelluläres Karzinom u.a.): Bösartiger Haut- und Schleimhauttumor, der bevorzugt an sonnenlichtexponierten Hautstellen (Gesicht, Kopf, Handrücken etc.) vor allem bei hellhäutigen Personen im späteren Lebensalter auftritt kann lymphogen (= über die Lymphbahnen) metastasieren. In unseren Breiten kommt das ~ bei ca. 9 von 100 000 Einwohnern vor und ist somit seltener als das Basaliom. Das ~ entsteht gewöhnlich aus einer Vorstufe (carcinoma in situ) und kommt auch an Schleimhäuten und dem Übergang von Haut zu Schleimhaut (Lippenrot) vor. Außer der UV-Strahlung sollen u.a. Röntgenstrahlen, verschiedene krebserzeugende chemische Substanzen (z.B. Arsen), humane Papillomaviren und chronisch-entzündliche Hautveränderungen eine Rolle bei der Entstehung des ~s spielen.
     Das ~ wächst relativ schnell und kann geschwürig zerfallen, Weichteile, Knorpel und Knochen zerstören. Es metastasiert zunächst in die regionalen Lymphknoten, die dann hart und verbacken werden, später in andere Organe.
     Die Prognose hängt von Sitz, Größe, Differenzierungsgrad seiner Zellen (je ähnlicher diese den normalen Hautzellen im feingeweblichen Bild sind, desto besser die Prognose) und Tiefenausdehnung des Tumors ab. Eine recht schlechte Prognose haben Zungen-, Vulva- und Peniskarzinom, während ~e der Haut bis zu einer Größenausdehnung von 2-3 cm fast immer geheilt werden können.
 

 
Literatur: O. Braun-Falco, G. Plewig, H.H. Wolff, Dermatologie und Venerologie, 1. korrigierter Nachdruck der 4. Auflage 1997, Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York.

 
 
 

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