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Wissen: Die Gesamtheit der systematisch erworbenen und verläßlich gespeicherten Informationen in einem Subjekt (oder mehreren). Dieser Speicherungsvorgang spiegelt sich in etlichen Sprachen darin nieder, daß das Verb »wissen« etymologisch das resultative Perfekt eines Wortes der Wahrnehmung ist: dt. »ich weiß« bedeutet eigentlich »ich habe gesehen«, bei gleichbed. gr. liegt der gleiche Fall vor (die beiden zugrundeliegende idg. Wurzel lebt am wenigsten verändert in lat. videre »sehen« weiter). Der berühmte Satz des Sokrates »Ich weiß, daß ich nicht[s] weiß« lautet also im Original:. Er steht insofern unabdingbar am Anfang allen ~s, als erst einmal alle unsystematisch (z.B. durch Erziehung, Mehrheitsdruck, Gewohnheit eingedrungenen) gespeicherten Informationen gelöscht werden müssen, bevor die Speicherung der systematisch erworbenen mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu dem Ergebnis führt, daß bei ihrem Abruf die unsystematisch gespeicherten nicht störend dazwischengeraten.
     Die Gewinnung der meisten und die Überprüfung aller dieser Informationen ist die Aufgabe der Wissenschaft. Bei ihr erfolgt deren Speicherung jedoch nicht nur in Subjekten, sondern zum größten Teil durch andere Träger, etwa Bücher oder Disketten. Wegen deren prinzipieller Zugänglichkeit für lesefähige Subjekte läßt sich die Gesamtheit dieser kollektiv und systematisch gewonnenen Informationen auch als »Menschheits~« bezeichnen.


 
 
 

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